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Essener Friedensevangelium: Betrug oder Echt? Vatikan-Experte Michael Hesemann klärt auf!

War Jesus wirklich Rohköstler?


Wenn Sie sich dieses Video anschauen, werden Informationen an Youtube übertragen. Mehr erfahren Sie auf meiner Datenschutz-Seite.

„Tötet weder Menschen noch Tiere, ja nicht einmal die Nahrung, die ihr in euren Mund führt. Denn esst ihr lebende Nahrung, so wird sie euch beleben; doch tötet ihr eure Nahrung, so wird die tote Nahrung auch euch töten. Denn Leben kommt nur vom Leben, und vom Tod kommt immer nur Tod.“

So lautet ein Auszug aus dem Essener Friedensevangelium, in dem Jesus persönlich zu Wort gekommen sein soll. Entdeckt haben will das mysteriöse Dokument der Student Edmond Bordeaux Székely Anfang des 19. Jahrhunderts in den Geheimarchiven des Vatikans.

Seither wurde seine Übersetzung bereits unzählige auf dem Globus verkauft, doch bis heute fehlt vom aramäischen Original jede Spur. Da stellt sich nicht zuletzt die Frage, ob es das Evangelium wirklich gibt bzw. je gegeben hat oder ob sich Székely den Inhalt (wenngleich dieser auch wundervoll klingen mag) nicht selber aus den Fingern gesogen hat.

Vor allem in der Rohkost-Szene gibt es kaum jemanden, der sich nicht früher oder später auf das Essener Friedensevangelium beruft, ganz nach dem Motto: „Wenn Jesus ein Rohköstler war, dann bin ich es auch!“
Klingt zu schön, um wahr zu sein? Nachdem ich auf Youtube über mehrere Videos zu diesem Thema gestoßen bin, wollte ich es genauer wissen. So recherchierte ich u.a., dass Plinius der Ältere die Essener bereits Anfang des 1. Jahrhunderts in seinem Buch „Naturalis Historia“ als zölibatäre Gruppe erwähnte, die ohne Geld am toten Meer lebte. Damit dürfte deren Existenz schon einmal bewiesen sein. Doch ob diese nun vegan, rohköstlich oder gar direkt mit Jesus zusammen gelebt haben, dazu konnten auch die in den 50er Jahren entdeckten Schriftrollen vom Qumran nichts aussagen.

Das Essener Friedensevangelium: Betrug oder echt? Vatikan-Experte Michael Hesemann klärt auf!

Michael Hesemann und Papst Benedikt XVI
Die Huffington Post bezeichnete Michael Hesemann als „einen der wichtigsten Religionsgeschichtler der Welt“. Hier zu sehen mit Papst Benedikt XVI.

Der Vatikan-Historiker und Autor Dr. h.c. Michael Hesemann zählt zu den wenigen auserwählten Fachjournalisten, die über einen uneingeschränkten Zugang zu den Geheimarchiven des Vatikans verfügen. Mindestens einmal im Monat recherchiert der gebürtige Düsseldorfer in der best behüteten Bibliothek der Welt und weiß daher aus erster Hand zu berichten, welche Geheimnisse sich dort wirklich befinden. Bekannt wurde der Bestseller-Autor u.a. durch seine Werke wie „Das letzte Geheimnis der Fatima“, „Völkermord an den Armenieren“ (das ihm ein lebenslanges Einreiseverbot in die Türkei einbrachte“ sowie „Mein Bruder, der Papst“.

Mit dem Fall Székely ist der studierte Geschichtler, Volkskundler und Journalist an der Georg August Universität zu Göttingen bestens vertraut und konnte mir daher im Video unglaubliche Fakten (nicht nur) zum Essener Friedensevangelium präsentieren. Wenn auch du schon immer wissen wolltest, ob Jesus persönlich eine vegane Lebensweise gepredigt hat, solltest du dir das Interview unbedingt bis zum Schluss anschauen.

Aber eines möchte ich noch anmerken: Auch wenn sich die Essener Schriften als Szekelys Handschrift herausstellen sollten, ist die darin enthaltene Botschaft noch lange nicht falsch. Denn eine vegane Lebensweise und Christentum schließen sich nicht aus. So wird in der Bibel der Verzicht auf Fleisch während der Fastenzeit propagiert.

Mehr Infos über Dr. h.c. Michael Hesemann gibt es auf seiner Webseite https://www.michaelhesemann.info nachzulesen.

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Klaudija Paunovic

Hier schreibe ich mit Herzblut über alle Themen, die mich interessieren. Schon als Jugendliche schrieb ich für die Schülerzeitung. Es folgte die freie Mitarbeit bei Tageszeitungen wie Express und Rheinische Post. Und auch heute noch fröhne ich meiner Schreibleidenschaft auf diesem Blog. Wenn du mehr über mich erfahren möchtest, gibt es hier noch mehr Infos: »Mehr über mich«

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