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Gerald Asamoah stiftet dritte Defi-Notfall-Säule in Düsseldorf

Der plötzliche Herztod ist immer noch die Todesursache Nummer eins in Deutschland. Jede Minute, in der eine Wiederbelebung ausbleibt, nimmt die Überlebenschance um 8-10% ab. Abhilfe können da sogenannte Defibrillatoren schaffen, die einen Herzstillstand mit gezielten Stromschlägen entgegen wirken.

Doch in der Regel befindet sich so ein Defi nicht gerade um die Ecke. Und genau das will die Stadt Düsseldorf nun ändern. Drei der insgesamt zwanzig geplanten Defi-Notfall-Säulen sind bereits in der Nähe von Fußgängerzonen aufgestellt worden.

Andreas Meyer-Falcke
Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke demonstriert eine Herzrhytmus-Massage: „Im Takt von Stayin‘ Alive passt es gleich doppelt gut!“

Doch fast wäre das Projekt bereits nach dem ersten Standort am Rathausuferplatz gescheitert. Jemand klaute das lebensrettende Gerät am ersten Abend! „Wir fanden den Defi ein paar Tage später wieder. Vandalismus ist nicht auszuschließen, aber wir lassen uns davon nicht abhalten“, erklärt der Beigeordnete für Gesundheit der Landeshauptstadt Düsseldorf Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke über diese – im wahrsten Sinne des Wortes – Herzensangelegenheit.

Für die dritte Defi-Notfall-Säule, die vergangene Woche in Unterbilk an der Lorettostraße / Ecke Düsselstraße feierlich aufgestellt wurde, konnte die Gerald Asamoah Stiftung für herzkranke Kinder als Partner gewonnen werden. Schließlich weiß deren Gründer aus erster Hand, wie wichtig es ist einen Defi schnell zur Hand zu haben. Denn mit gerade mal 20 Jahren erhielt der Fussballspieler die Schockdiagnose: Herzkrank!

Doch der Profisportler gab nicht auf. In seinen schweren Stunden betete er und fand schließlich einen Weg, wie er auch weiterhin seinen Traum leben konnte. Über diese schwere Zeit, seinen Glauben und wie er mit seiner Stiftung anderen Mut machen möchte, ihren Weg trotz Herzkrankheit zu gehen, berichtet er im obigen Video-Interview.

Vorbild der Defi-Aktion ist übrigens Italien, die den Standort des nächsten Gerätes auf Laternen ausweisen. Übrigens gibt es auch eine App fürs Handy namens Defikataster, die ehrenamtlich vom Verein Definetz betrieben wird und ebenfalls den Weg zum nächsten Defibrillator anzeigt.

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Klaudija Paunovic

Hier schreibe ich mit Herzblut über alle Themen, die mich interessieren. Schon als Jugendliche schrieb ich für die Schülerzeitung. Es folgte die freie Mitarbeit bei Tageszeitungen wie Express und Rheinische Post. Und auch heute noch fröhne ich meiner Schreibleidenschaft auf diesem Blog. Wenn du mehr über mich erfahren möchtest, gibt es hier noch mehr Infos: »Mehr über mich«

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