Kolumne

Manchmal muss es eben Meer sein!

Urlaub am Meet
Ein Blick auf’s Meer lässt nicht nur graue Betonklötze augenblicklich vergessen.

Wenn Meditation, Sport und Shopping nicht mehr ausreichen, um den Alltag LOSZULASSEN, wird es Zeit diesen zu VERLASSEN. Ein Aufbruch in die Ferne stellt dabei die optimale Grundlage für den Ausbruch aus der Langeweile dar. Denn ob Städtetour, Strandurlaub, Kreuzfahrt oder Abenteuertrip, das „Aus den Augen, aus dem Sinn“-Prinzip verhilft tatsächlich der Monotonie des Lebens zu entfliehen.

Wenngleich ein Ortswechsel nicht direkt zur Verbesserung der eigentlichen Lebensumstände beiträgt, so bewirkt dieser dennoch eine Veränderung der Perspektive, aus der wir unser bisheriges Dasein betrachten. Dabei spielt die Entfremdung vom eigenen Wohnort eine wesentliche Rolle für die Raum-Leid-Theorie: Je weniger der neue Raum mit der alten Umgebung gemein hat, umso geringer scheint der Einfluss von Leid und Sorgen darin zu sein.

Ob Norden, Osten, Süden oder Westen – fremde Galaxien warten nicht nur jenseits dieser Erde entdeckt zu werden. Wo genau der Einzelne seinen persönlichen (Frei-)Raum findet, hängt weniger vom Geldbeutel als vom Geschmack ab. Denn, wer sich nach Meer sehnt, kann das sowohl im exklusiven Wellness-Ressort in der Südsee als auch auf dem Campingplatz an der Ostsee tun.

Entscheidend ist dem Ruf der Wildnis selbst dann zu folgen, wenn die Couch einen gemütlichen Fernsehabend verspricht. Schließlich heißt es nicht umsonst den „Mutigen gehört die Welt“. Wer sich ungewohntem Terrain aussetzt, läuft eventuell Gefahr zu versagen, erhält aber definitiv die Chance Herausforderungen zu meistern!

Und wenn uns nach unserer Rückkehr zusätzlich klar wird, dass jede noch so langweilige Routine einst als echtes Abenteuer begann, sind wir in der Lage auch den kleinen Dingen des Lebens wieder mit mehr Freude zu begegnen. Wie lange dieses Gefühl allerdings wirklich anhält, hängt vermutlich weniger von der Tatsache ab, wie weit man sich vom Alltag entfernt hat, als wie nah man diesen nun an sich ranlässt.

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Klaudija Paunovic

Hier schreibe ich mit Herzblut über alle Themen, die mich interessieren. Schon als Jugendliche schrieb ich für die Schülerzeitung. Es folgte die freie Mitarbeit bei Tageszeitungen wie Express und Rheinische Post. Und auch heute noch fröhne ich meiner Schreibleidenschaft auf diesem Blog. Wenn du mehr über mich erfahren möchtest, gibt es hier noch mehr Infos: »Mehr über mich«

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