Gedichte

Sterbendes Herz

Mein Herz zerbricht an Lebensfülle,
kein Schutz umschließet seine Hülle.
Ausgeliefert Hass und Liebe,
versetzen ihm Gefühle Hiebe.

So mancher Riss in feinen Adern
ließ es mit dem Tode hadern.
Schwächlich ist es noch am Pochen,
der Großteil seiner Kraft erloschen.

Wann immer es sich sicher glaubte,
das Schicksal ihm die Hoffnung raubte.
Zu weich für diese Erdenwelt
hat Einsamkeit es arg gequält.

Sein Glanz wird nirgends reflektiert,
denn schuldlos hat es Schuld riskiert.
Es siecht in Krankheit vor sich hin
und sieht im Leben keinen Sinn.

Wie kann ich diesem Herz nun sagen,
es soll noch etwas länger schlagen,
wo kaum ein Wunsch ihm ward erfüllt
und Lebensfreude blieb verhüllt?

Doch noch erträgt es jede Stunde
tapfer trotz der tiefen Wunde.
Es wünscht sich fern von allem Bösen,
kann selbst sich aber nicht erlösen.

Denn nur ein andres Herz entscheidet,
wie lange meins noch leidet.
Gar niemals schlägt ein Herz allein,
es ist bestimmt zu zweit zu sein.

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Klaudija Paunovic

Hier schreibe ich mit Herzblut über alle Themen, die mich interessieren. Schon als Jugendliche schrieb ich für die Schülerzeitung. Es folgte die freie Mitarbeit bei Tageszeitungen wie Express und Rheinische Post. Und auch heute noch fröhne ich meiner Schreibleidenschaft auf diesem Blog. Wenn du mehr über mich erfahren möchtest, gibt es hier noch mehr Infos: »Mehr über mich«

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