Kolumne

Die 7 Todsünden beim ersten Date

Partner loswerden
Diese NOGOs beim ersten Date bringen frau zum Ausrasten.

Die erste Verabredung bringt nicht nur jede Menge Hoffnung, sondern auch Gefahren mit sich. Denn schließlich handelt es sich bei diesem Event in der Regel um ein unentspanntes Beisammensein zweier Menschen, die dem Krampf des Kennenlernens erliegen. Da ist es also geradezu notwendig, dass irgendetwas schief geht, damit der ein oder andere Wunsch seinen Weg durch das Dickicht der Erwartungen findet. Aber es gibt auch Verhaltensweisen, die sich nicht einfach mit der Nervosität seines Gegenübers erklären lassen. Seien es weltfremde Lebensweisheiten, Sichtweisen oder Verhaltensweisen, manche Dinge gehören zu absoluten NO-GOs beim ersten Date. Und seid gewiss, dass alle hier beschriebenen Todsünden, nicht zufällig aus der Luft gegriffen wurden, sondern auf wahre Tatsachen beruhen. Quasi aus „Mitten im Leben“.

1. Zu spät kommen

Es kann immer etwas Unerwartetes passieren, so dass man die Uhrzeit zum ersten Date nicht einhalten kann. In Zeiten von WhatsApp, facebook und Co. sollte es allerdings kein Thema sein, rechtzeitig Bescheid zu geben.
Dennoch ist mir ist neulich passiert, dass ich um ganze 15Minuten versetzt worden bin ohne eine Nachricht zu erhalten. Dass Männer Verspätung des schönen Geschlechts ohne Meckern hinnehmen müssen, ist fast schon obligatorisch. Aber umgekehrt? Da stößt die Gleichberechtigung wie in vielen anderen mysteriösen Fällen an ihre Grenzen.
Als der Typ endlich auftauchte, hatte er nicht einmal eine Entschuldigung vorzuweisen. „Hab es einfach nicht geschafft vorher“. Prima, dachte ich und hakte ihn sofort von der imaginären Liste ab, auf der er genaugenommen nie gestanden hatte. Aber das konnte dieser ja nicht vorher ahnen. Irgendwie muss man schließlich seine Zeit als Single todschlagen. Da geht man ab und an auch ein von Vornherein zum Scheitern verurteiltes Kennenlernen ein, nur um in Übung zu bleiben. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass es bei diesem einen Date geblieben ist. Was nicht passt, kann eben nicht passend gemacht werden.

2. Im Miet-Smart nach Ganossa

Wenn ein Mann kein Auto hat, kann es dafür zahlreiche Gründe geben. Akzeptabel wäre zum Beispiel, dass er eigentlich im Ausland lebt, das Auto gerade in der Werkstatt ist oder er bei zehn Autos in der Garage aus Prinzip am liebsten Fahrrad fährt. Dass man allerdings seine Eroberung nötigt kreuz und quer durch die Stadt zu laufen, um ein freies Sharing-Car zu finden, ist wirklich alles andere als sexy. Magenknurrend und schlecht-gelaunt trabte ich damals dem iPhone-Halter hinterher, während dieser einer Stadtkarten-App folgte. Ich erinnere mich noch, wie mich fast ein schlechtes Gewissen ob der Rechnung des anstehenden Abendessens überkam. Aber eben nur fast. Am Ende gewann mein Appetit und ich überstand den Abend ohne vor Mitleid zu vergehen.
Nur um das nochmal klar zu stellen: Mann muss nicht mit Ferrari vorfahren. Aber wer kein Auto hat, sollte entweder einen Treffpunkt wählen, der sich in der Nähe des Restaurants befindet oder halt ein paar Euros in ein Taxi investieren. Denn was viele Männer nicht wissen: Hat frau sich ersteinmal verliebt, wird ein pralles Portemonnaie schnell zur Nebensache.

3. Vom One-Night-Stand erzählen

Ich weiß nicht, warum dieser Punkt erst auf Platz 3 steht. Eigentlich gehört DAS auf Platz 1. Insofern lest jetzt aufmerksam durch, was ich zu berichten habe.
Vor einem Jahr lud mich ein erfolgreicher Geschäftsmann in ein teures Restaurant zum Abendessen ein. Da er ein großes Unternehmen aufgebaut hatte, setzte ich automatisch einen gewissen Intellekt voraus. Aber schnell musste ich feststellen, dass ein beruflicher Überflieger noch lange kein empathisches Genie darstellt. Aus welchem Grund auch immer, fing er plötzlich an von seinem letzten One-Night-Stand zu berichten. So erzählte er, dass die junge Frau, die er in einer Disco auf der Kö abgeschleppt hatte, am nächsten Morgen ein paar Schuhe für ihre Dienstleistungen verlangte. Als wäre das allein nicht schon absurd genug, schaffte er es das Ganze zu toppen, indem er ihr einen Euro mit folgenden Worten zusteckte: „Geh da einkaufen, wo du auch sonst immer hingehst: in den Euro-Shop“.
Ich bin bis heute schockiert und frage mich immer noch, wer von beiden mehr zu bedauern ist. Die Ruhrpott-Tante, die Ihr eigenes Niveau unterboten hat, indem Sie Sex für Schuhe verkauft oder der Typ, der trotz seiner haushohen Überlegenheit auf eben diese abfuhr.
Meine damalige Reaktion fiel entsprechend kühl aus, so dass ich recht behielt, als ich davon ausging, dass er sich nicht mehr melden würde.

4. Gleichberechtigung bei der Bezahlung

Das ist ein Thema, das viele Frauen beschäftigt, auch wenn sie sich vor Männern gern anders darstellen. Die Emanzipation fand Mitte des 20. Jahrhunderts statt während die Evolution seit Millionen von Jahren das Erbgut des Menschen nachhaltig beeinflusst hat. Männlein und Weiblein unterscheiden sich nicht umsonst äußerlich voneinander. Wir sind keine Hermaphroditen, sondern, wie es einst Platon passend beschrieb: die Hälfte von einer Kugel, die sich erst dann wohl fühlt, wenn sie ihre andere Hälfte gefunden hat.
Das kann man natürlich anders sehen und ich als Freigeist akzeptiere andere Meinungen vollkommen. Aus meinem persönlichen Erfahrungskreis kann ich allerdings schildern, dass es als Faux-Pax gilt, wenn die Frau am Ende eines romantischen Abends selbst Ihre Geldbörse zücken muss.
Einer Freundin ist in so einem Augenblick passiert, dass sie diese gar nicht dabei hatte. Sie hatte es für derart selbstverständlich gehalten, dass der Mann bezahlt, dass sie Ihr Portemonnaie im Auto gelassen hatte. Das Sahnehäubchen bestand jedoch darin, dass Ihr Gegenüber auf eine angemessene Beteligung bestand. Er begleitete sie bis ins Parkhaus, wo sie ihm dann einen Schein aus dem Auto holen musste.
Mir selbst ist diese Erfahrung bisher Gott sei Dank erspart geblieben. Aber sollte es jemand tatsächlich mal wagen mich derart auflaufen zu lassen, habe ich mir die passenden Worte bereits zurecht gelegt:“ Warum musstest Du gerade mich einladen, wo man doch von weitem sieht, dass ich ein Luxusweibchen bin? Such Dir doch eine nette Frau aus, die Dich aushält.“ Natürlich würde ich aufstehen ohne zu Bezahlen.

5. Die Jammertour

„Ach, ich suche von ganzem Herzen eine Frau zum Heiraten“. Sagt ein Mann diese Worte mit erwartungsvollem Blick bereits beim ersten Date, dürfte wohl eines klar sein: Der sucht nicht eine bestimmte Frau, sondern irgendeine.
Es gibt viele Single-Männer, die ob arm oder reich, stets den gleichen Fehler machen. Sie lassen ihrer Enttäuschung über die bisher erfolglose Suche nach der großen Liebe freien Lauf. Und Verzweiflung riecht genauso streng wie Angst. Bevor man sich also endlos scheinende Tiraden darüber anhört, was Mann einer Frau so alles zu bieten hat (inklusive Bilder davon, die man stolz auf dem Smartphone präsentiert bekommt), sollte man schnellstens Reißaus nehmen.
Als mich vor einiger Zeit ein fremder gepflegter Mann auf der Kö zum Kaffee einlud, willigte ich ohne böse Vorahnung ein. Doch schnell bereute ich diese Entscheidung. Nach nur einer Stunde wusste ich so gut wie alles von ihm, während ihm von mir nichts zu interessieren schien. Offensichtlich reichte dem Primaten mein äußeres Erscheinungsbild. Da ich jedoch von meinem zukünftigen Partner denselben Anspruch erwarte, wie ich ihn an den Tag lege, blieb es natürlich bei dem einen Nachmittag.

6. Freundinnen gleichzeitig daten

Eine Freundin erzählte mir, dass sie einen anfänglich netten Mann kennengelernt hatte. Er wollte sie unbedingt zum Abendessen einladen. Doch da sie stets sehr vorsichtig in Sachen Männer ist, schlug sie einen Kaffee am Nachmittag vor. Die beiden trafen sich und das Treffen verlief zunächst sehr angenehm. Als sie ihm irgendwann erzählte, dass sie ihn am Wochenende nicht treffen könne, fragte er sie direkt, wer denn das hübsche Mädchen neben ihr auf dem facebook-Profil wäre.
Es dauerte keine 5 Minuten da hatte er eine Freundschaftsanfrage an diese versendet. Eine weitere Stunde später schrieben sich die beiden bereits fleißig Nachrichten hin und her. Diese Situation war nicht nur für sie sehr demütigend, sondern auch unfair ihrer Freundin gegenüber, die unbewußt in eine Dreicksbeziehung verwickelt worden war.
Bei der Suche nach dem oder der Richtigen zahlt sich Geduld stets aus. Also dranbleiben lautet die Devise!

7. Zuhause einladen

Viele Männer denken, es wäre irgendwie romantisch die Frau seines Herzens mit Selbstgekochtem zu beglücken. Das ist auch genau dann der Fall, wenn es nicht beim ersten, zweiten oder dritten Treffen geschieht. Liebe geht zwar durch den Magen, aber wie die Verdauung so braucht auch die Liebe Zeit, um zu entstehen. Udn so kann eine Einladung nach Hause nicht zu unrecht als Beleidigung von weiblicher Seite aufgefasst werden. Denn Fummeln gegen Essen klingt nicht nur billig, sondern ist es auch. Wenn ein Mann seine Herzensdame direkt zu sich nach Hause einlädt (und keinen Butler hat!), steht sein Motiv in 99% der Fälle fest: Er will die Liebste dermaßen einlullen, dass Dinge geschehen, die man bei klarem Verstand womöglich nicht tun würde. Und das restliche eine Prozent will einfach nur Geld sparen.

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Klaudija Paunovic

Hier schreibe ich mit Herzblut über alle Themen, die mich interessieren. Schon als Jugendliche schrieb ich für die Schülerzeitung. Es folgte die freie Mitarbeit bei Tageszeitungen wie Express und Rheinische Post. Und auch heute noch fröhne ich meiner Schreibleidenschaft auf diesem Blog. Wenn du mehr über mich erfahren möchtest, gibt es hier noch mehr Infos: »Mehr über mich«

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