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Kunst trifft Meditation – Starkünstler Julian Schnabel kuratiert Adushkin und enthüllt Bronzeskulptur

Denis Pavlovich Adushkin, Klaudija Paunovic
Denis Pavlovich Adushkin Naturmotive beeindrucken mit einer farbprächtigen Botschaft der Freude und gefallen mir sehr gut.

Die Werke von Denis Pavlovich Adushkin ziehen den Betrachter mit ihrer farbenfrohen Leuchtkraft sogleich in den Bann. „Freude ist die Kernbotschaft meiner Bilder“, erklärte der kasachische Künstler auf der gestrigen Ausstellungseröffnung in der Galerie Geuer & Geuer seine Hauptintention.

Expressionistische Naturlandschaften laden zum Verweilen, Innehalten und Selbstreflektieren ein. Wenn Adushkin nicht gerade mit Malen beschäftigt ist, meditiert er („täglich vier Stunden“), macht Yoga oder schreibt eigene Meditationsmusik. Seine Bilder bezeichnet er daher auch passenderweise als „gemalte Meditationen“.  

Kein Wunder, dass Starkünstler und Filmemacher Julian Schnabel nicht einfach daran vorbei gehen konnte, als er sie zum ersten Mal sah. Sogleich fasziniert von der „Art der Naturdarstellung, der Tiefe und dem Space“ fing er an Adushkins Bilder zu sammeln. 2016 brachte er dessen Werke zum ersten Mal nach Deutschland ins Ludwig Museum in Koblenz zur Ausstellung „Unknown“.

Denis Pavlovich Adushkin, Düsseldorf
Ein Wanderer, der mit der Landschaft verschmilzt. Denis Pavlovich Adushkin bringt die Verbundenheit zur Natur auf die Leinwand.

Unter dem Titel „Memory of the Mountain Guide“ – eine Hommage an den Bergführer Andrea Florineth, der 1986 bei einem Lawinenunglück ums Leben kam – fand nun die dritte durch Schnabel kuratierte Ausstellung statt. Kennengelernt hatten sich die beiden übrigens durch Adushkins SchwesterTatiana Lisovskaya, die die Filmmusik für Schnabels neuesten Film „Van Gogh“ komponiert hatte.

Denis Pavlovich Adushkin und Julian Schnabel in Düsseldorf
Kurator Julian Schnabel mit seinem Künstler Denis Pavlovich Adushkin. Die beiden verbindet eine echte Freundschaft.
Julian Schnabel Childhood
Die Kindheit Amerikas bringt Julian Schnabel in diesen auf jeweils 45 Stück limitierten Grafiken auf die Leinwand. Fotoquelle: Geuer-geuer-art.de

Übrigens stellte der New Yorker Neoexpressionist auch selber aus, u.a. vier limitierte Grafiken unter dem Titel  „The Sky is falling“, die anlässlich des 240. Jubiläums der amerikanischen Unabhängigkeit entstanden sind und Jagdszenen zeigen.

Daneben enthüllte er eine 1,7 Tonnen schwere und 6 Meter hohe Bronzeskulptur vor dem Eingang des Andreas Quartier. Sein „Ahab“ ist eine Anlehnung an Moby Dick und besteht aus zwei Teilen. „Der untere Teil stammt ursprünglich von einer Skulptur aus dem Jahre 1992. Ich habe diesen hierfür umgedreht,“ erklärte Schnabel die Entstehung.

Die Inspiration zum Ruder als Stütze gab ihm ein Museumsbesuch in Rom: „Dort war ein Kreis von Statuen um einen Baum herum angeordnet, der mit einer Eisenstange gestützt wurde. Das gefiel mir besser als die Statuen.“ Der obere Teil ist mit einem Bild der Krone Christi hinter Fiberglas versehen. Ein Kunstwerk auf einem Kunstwerk quasi.

Julian Schnabel Düsseldorf, Ahab
„Ahab“ von Julian Schnabel vor dem Andreas Quartier.
Claudelle Deckert, Klaudija Paunovic
Was will Julian Schnabel mit diesem Werk nur sagen? „Vielleicht Bauchgefühl? Schließlich bedeutet ‚gut‘ zu deutsch Darm,“ vermutet Claudelle Deckert. „Aber schön ist es allemal!“

Fast wäre auch sie Malerin geworden, doch das Leben brachte sie auf die Bühne. Claudelle Deckert erschien zur Vernissage mit ihrer 21-jährigen Tochter Romy. „Ich hatte damals nur einen NC von 2,7, hätte aber für das Kunststudium 2,3 gebraucht,“ erinnert sie sich zurück. Durch ihren damaligen Freund Starfotograf Tom Lemke (und Vater ihrer Tochter, verstarb vor zwei Jahren) bekam sie dann Zugang in die darstellende Kunst und wurde Schauspielerin. Was sie von Schnabels Kunst hält? „Ich habe wirklich nicht so viel Ahnung von Kunst, aber seine Art Altes mit Neuem zu verbinden gefällt mir wirklich sehr gut. Welche Bedeutung nun wirklich dahinter steckt, ist mir im Grunde nicht so wichtig.“

Die bekennende Veganerin hat soeben ihr erstes Video auf ihrem Youtube Channel Claudelleloves hochgeladen: ein köstliches Rezept für veganen Mozzarella.

Wer sich selber ein Bild von Adushkins oder Schnabels Werken machen möchte, der hat dazu noch bis zum 12.05.2019 in der Galerie Geuer & Geuer, Heinrich-Heine-Allee 19, 40213 Düsseldorf, Gelegenheit.

Weitere Bilder der Ausstellung von Julian Schnabel und Denis Pavlovich Adushkin in Düsseldorf

Klaudija Paunovic, Ekaterina More
Künstlerin Ekaterina Moré rechts) genoss die positiven Botschaften von Denis Pavlovich Adushkins Werken.
Denis Pavlovich Adushkin, Düsseldorf
Denis Pavlovich Adushkins Naturmotive sind voller Tiefe.
Bernd Schwarzer, Klaudija Paunovic und Ekaterina More
Künstler Bernd Schwarzer durfte auf der renommierten Ausstellung nicht fehlen.
Klaudija Paunovic, Nicoleta Jutka, Dennis Geuer, Ekaterina More
Galerist Dirk Geuer genoss die After Art Party im Hyatt House. V.l.n.r.: Ich Klaudija Paunovic), Künstlerin Nicoleta Jutka, Dirk Geuer, Künstlerin Ekaterin Moré und Studentin Nina.
Julian Schnabel mit Klaudija Paunovic
Ein Bild mit dem Meister persönlich ließ ich mir nicht nehmen. Es war eine großartige Vernisage mit wirklich tollen Menschen.
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Klaudija Paunovic

Hier schreibe ich mit Herzblut über alle Themen, die mich interessieren. Schon als Jugendliche schrieb ich für die Schülerzeitung. Es folgte die freie Mitarbeit bei Tageszeitungen wie Express und Rheinische Post. Und auch heute noch fröhne ich meiner Schreibleidenschaft auf diesem Blog. Wenn du mehr über mich erfahren möchtest, gibt es hier noch mehr Infos: »Mehr über mich«

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