ArtDüsseldorf

Stephan Kaluza im Andreas Quartier: „Kommt rhein“

Große Fotokunstausstellung lockt mit Rheinbildern

Stephan Kaluza
In seinem Heerdter Atelier begeistert Kaluza mit beeindruckend fotorealistischen Werken. Fotoquelle: Stephan Kaluza.

Drechbuchautor, Schriftsteller, Philosoph, Dozent (an der Hochschule Düsseldorf), Fotograf und Künstler – es scheint nichts zu geben, was Stephan Kaluza nicht auf hohem Niveau umgesetzt hätte. Neben seinen vielen kreativen Talenten zeichnen den medienscheuen Düsseldorfer seine Liebe für Hunde (erst im Frühling adoptierte er einen Hund aus einer iranischen Tötungsstation), seine Leidenschaft für Antiquitäten und seine großen Gastgeberqualitäten aus.

Wenn Kaluza in seinem ungewöhnlichen Atelier in Heerdt einlädt, kommt man nicht so schnell aus dem Staunen raus. Riesig wie ein Loft und zugleich stilvoll wie ein Schloss. Und obendrein wird man noch vom Feinsten verköstigt, da Kaluza gerne mal den Pinsel gegen den Kochlöffel austauscht.

Doch so vielfältig seine oft metergroßen Werke wirken mögen – mal bunt und expressionistisch, dann wiederum naturgetreu und farbecht – ein Motiv verbindet sie alle. „Es ist die Sehnsucht nach einer ganzheitlichen Erfahrung mit der Natur,“  beschreibt Kaluza seinen unerschöpflichen Quell der Inspiration.

Neue Fotokunstinstallation zum Rhein-Projekt im Andreas Quartier

Stephan Kaluza stellt Rhein-Projekt im Andreas Quartier aus.
Freuen sich eine begehbare Fotomontage vom Rhein im Andreas Quartier präsentieren zu können: Galerist Dirk Geuer, Künstler Stephan Kaluza und Uwe Schmitz von der Frankonia Eurobau AG. Fotocredit: Ho-wing Siu

Bekannter wurde Kaluza vor knapp zwei Jahrzenten mit seinem Rhein-Projekt, für das er zu Fuß von der Quelle im schweizerischen Piz Badus bis zur Mündung am Ufer 1.620km entlang lief und den Fluß auf rund 50.000 Fotos fest hielt. Seine anschließend montierte 5km-Gesamtansicht des linken Ufers versetzt bis heute die Kunstszene in Aufruhr.

Bereits im April 2020 knüpfte der Künstler an dieses Projekt an, indem er die Außenfassade des Andreas Quartier (von der Mühlenstraße an) auf einer Länge von über 100 Metern mit Panoramaaufnahmen des Rheins auf Bannern präsentierte. Nun geht Kaluza in die nächste Runde.

Seit Mitte August zeigt die mondäne Treppe im Andreas Quartier eine vergrößerte und begehbare Fotomontage vom Rhein, dessen Flussbett vom sandigen Ufer über das Kiesbett bis hin zur Flussmitte dargestellt wird und vom Besucher Stufe für Stufe abgegangen werden kann.

Da aufgrund der Corona-Pandemie viele Museen nach wie vor nur eingeschränkt geöffnet haben, wurde diese öffentlich zugängliche Kunstaktion von Uwe Schmitz, Kunstförderer und Vorstand des Unternehmens Frankonia Eurobau AG unterstützt, um auch in schwierigen Zeiten Zuversicht zu vermitteln.

Die Fotokunstausstellung läuft noch bis Mitte Oktober und lässt das Naturwunder Rhein auf eine ganz neue Weise erfahren. Also einfach mal „rhein“schauen 😉

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Klaudija Paunovic

Hier schreibe ich mit Herzblut über alle Themen, die mich interessieren. Schon als Jugendliche schrieb ich für die Schülerzeitung. Es folgte die freie Mitarbeit bei Tageszeitungen wie Express und Rheinische Post. Und auch heute noch fröhne ich meiner Schreibleidenschaft auf diesem Blog. Wenn du mehr über mich erfahren möchtest, gibt es hier noch mehr Infos: »Mehr über mich«

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